Warum VON einem Boxspringbett träumen, wenn du auch IN einem Boxspringbett träumen kannst? Nicht von ungefähr werden die bequemen Betten immer beliebter. Alle Marken werben natürlich mit diversen Vorteilen. Doch auf welche Produktmerkmale kommt es für besten Schlafkomfort wirklich an? Und können die bekannten Hersteller auch mit ihrem Service überzeugen?

Wir haben die drei bekannten Marken Bruno, Emma und Mozart anhand von drei Kategorien einem Testvergleich unterworfen.

Wer kann im Boxspringbetten-Test überzeugen? Welche Marke sichert sich im Preis-Leistungs-Verhältnis den Platz des ersten Testsiegers?

Die Testergebnisse in der Übersicht


Ausführlicher Test: Welches Boxspringbett ist das Beste?

Wir haben drei bekannte Boxspring-Betten Marken verglichen und Mozart, Bruno und Emma auf Herz und Federn geprüft. Dabei lag der Fokus auf den drei Kriterien, die aus Kundensicht am wichtigsten sind: Neben dem Schlafkomfort und der Qualität des Betts kommt es auf die Optik und die praktische Ausstattung sowie natürlich auf eine stressfreie Lieferung an.

1. Qualität & Schlafkomfort

Das Boxspring-Bett bietet eine Alternative zur klassischen Kombination aus Lattenrost plus Matratze. Für maximalen Komfort Nacht für Nacht soll vor allem das Untergestell, die mit Sprungfedern gefüllte Box, sorgen. Darauf liegt die Matratze: Du schläfst also auf doppelter Federung. Komplett wird das Schlafsystem durch den Topper und das charakteristische hohe Kopfteil.

a) Matratze

Alle drei verglichenen Anbieter punkten mit einer Art Tonnentaschen-Federkern-Matratze. Die Einzelfedern haben dabei eine tonnenartige Form mit einem „Bauch“ in der Mitte. Tonnentaschenfedern sorgen für eine hohe Punktelastizität. Dass jede der hunderten Stahlfedern von einem Stofftäschchen umhüllt ist, verhindert jegliche Geräuschentwicklung. Zugleich dämpfen die miteinander verbundenen Stofftaschen die Kraft der Federn etwas ab. Während Mozart und Bruno für eine ergonomische Anpassung der Matratze an den Körper auf 7 Zonen setzen, beschränkt sich Emma auf 3 Zonen. Bei Bruno handelt es sich um eine Kaltschaum-Matratze mit einer dünneren Schicht auf Mikro-Taschenfedern.

Während die Mozart Matratze für Personen mit einem Körpergewicht von bis zu 200 kg geeignet ist, geben Bruno und Emma lediglich eine maximale Belastbarkeit von 110 bzw. 150 kg an. Damit bei jeder Belastung maximaler Liegekomfort gewährleistet ist, sind die Härtegrade bei Mozart individualisierbar. Diese Möglichkeit besteht bei den anderen Marken nicht, so dass bei höherer Belastung der Matratze der Schlafkomfort deutlich leiden dürfte.

b) Box

Emma und Mozart setzen in der Box auf eine Bonell-Federkern-Matratze: Der Bonell-Federkern weist im Vergleich zum Taschenfederkern weniger einzelne Federn auf. Diese sind oben und unten mit einem flexiblen Stahlrahmen verbunden. Die Zwischenräume zwischen den Federn sind durch feste Polsterträger gefüllt, die unschöner Geräuschentwicklung vorbeugen. Insgesamt zeichnet sich ein Bonell-Federkern durch seine hohe Flächenelastizität aus, die sich der jeweiligen Belastung anpasst. Durch die Kombination mit einer Tonnentaschen-Federkern-Matratze bieten Emma und Mozart also den bewährten Mix aus Punkt- und Flächenelastizität. Bei Bruno ist auch die Box mit einem Tonnentaschen-Federnkern gefüllt, so dass du auf zwei punktelastischen Matratzen schläfst. Da in diesem Fall die Flächenelastizität entfällt, empfiehlt Bruno das Bett auch nur für leichtere Personen.

c) Topper

Der Topper sorgt für die optimale Körperlagerung. Mit der Kaltschaum-Variante sind alle drei Vergleichsbetten mit einem hochwertigen Topper ausgestattet, der sich auch bei einem unruhigen Schlaf immer wieder in kürzester Zeit dem Körper anpasst. Während der Topper bei Emma und Bruno 6 cm hoch ist, liegst du im Mozart Bett sogar auf einem 8 cm hohen Topper. Dieser lässt sich mit einem flexiblen Reißverschlusssystem rutschfest mit der Matratze verbinden. Diese Möglichkeit bieten die beiden anderen Betten nicht.

d) Bettrahmen

Eine hochwertige Ausführung zeigt sich nicht zuletzt an der Verarbeitung des Bettrahmens. Für ein langlebiges Gestell verwenden Mozart und Bruno massives Echtholz. Emma besteht dagegen aus Pressholz mit einem hohen Birkenanteil. Damit auch nach einigen Jahren nichts ruckelt oder knartscht, ist der Bettrahmen von Mozart nicht nur vernagelt, sondern auch zusätzlich verleimt.

Fazit: Schlafkomfort & Verarbeitung

Alle drei Betten fielen im Vergleich durch ihre hochwertige Verarbeitung positiv auf und dank der für Boxspringbetten typischen Kombination aus Ober- und Untermatratze bieten alle drei einen hohen Schlafkomfort. Dass Mozart in der Kategorie „Qualität & Schlafkomfort“ mit einer Gesamtnote von 1,2 als Sieger hervorgeht, liegt an dem ein oder anderen Extra wie der Wahlmöglichkeit des Matratzen-Härtegrades, der hohen Belastbarkeit oder der Anti-Knartsch-Befestigung des Bettrahmens.

2. Auswahl & Design

Dass Boxspringbetten in immer mehr Schlafzimmern Einzug halten, verdanken sie längst nicht nur dem Schlafkomfort, den sie bieten. Lange Zeit vor allem in schicken Hotels zu finden, umweht Boxspringbetten auch ein luxuriöses Flair. Ein Boxspringbett muss nicht nur mit deinem Schlafzimmer harmonieren, sondern auch zu dir passen. Es ist also von Vorteil, wenn du in puncto Design und Ausstattung viele individuelle Wahlmöglichkeiten hast.

a) Bettgröße

Sowohl Emma und Mozart als auch Bruno bieten das Bett in der Standardlänge von 200 cm an. Nur bei Mozart sind – passend zur Größe deines Schlafzimmers oder zu deiner Körpergröße – auch Sonderlängen von 190 cm und 210 cm erhältlich.

Ebenso verhält es sich bei der Breite des Betts: Standardmäßig sind die Betten bei allen drei Marken wahlweise 140, 160,180 oder 200 cm breit. Schmalere Sonderbreiten von 90, 100 und 120 cm hat nur Mozart im Portfolio.

b) Kopfteil

Ob ein Boxspringbett auch optisch überzeugen kann, entscheidet vor allem das Kopfteil. In Stil und Größe sollte es zum Charakter des Schlafzimmers passen – oder für ein ganz neues Wohngefühl sorgen. Während Emma nur mit zwei verschiedenen Kopfteilen erhältlich ist, bietet Bruno immerhin drei Wahlmöglichkeiten. Deutlich mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten hast du bei Mozart mit 11 unterschiedlichen Kopfteilen.

c) Stofftypen und -farben

Alle drei Hersteller setzen auf Stoffe aus allergikerfreundlichem Polyester mit einem hohen Scheuertourenwert. Was den Stofftyp anbelangt, bieten Emma und Bruno lediglich einen hochwertigen Möbelstoff an. Mozart lässt dir dagegen die Wahl zwischen vier Stofftypen – darunter Stoffe mit feiner und grober Haptik, Kunstleder und ein Stoff in eleganter Samtoptik. Auch bei den Farben punktet Mozart mit einer deutlich größeren Auswahl. Die Palette reicht über 27 Farben von Anthrazit über Beige und Blau bis hin zu Weiß und Rosa. Emma und Bruno beschränken sich dagegen auf vier klassische Farben wie Hellgrau, Dunkelgrau und Beige.

d) Upgrade: Bettkasten/Stauraum?

Gerade in einer kleinen Wohnung bzw. einem kleinen Schlafzimmer ist zusätzlicher Stauraum unbezahlbar. Ein Upgrade mit Bettkasten bietet allerdings nur Mozart. Der Stauraum versteckt sich unter der Box und ist durch seitliches oder frontales Öffnen des Betts jederzeit leicht erreichbar.

e) Upgrade: Elektrische Verstellung?

So richtig gemütlich machen kann man es sich im Boxspringbett mit elektrischer Verstellung. Leider bieten weder Emma noch Bruno dieses Upgrade. Lediglich bei Mozart ist es optional verfügbar. Dabei kann das Bett beidseitig eingestellt werden. Die maximale Hebelast beträgt dabei respektable 350 kg pro Seite.

Fazit „Auswahl & Design“

In dieser Kategorie liegen Emma und Bruno mit einem Notendurchschnitt von 2,4 bzw. 2,3 nahezu gleichauf. Diese Testnoten spiegeln ganz gut das nahezu identische Sortiment der beiden Marken mit wenig individuellen Auswahlmöglichkeiten wider. Dass Mozart mit 1,3 „sehr gut“ abschneidet und in dieser Kategorie eindeutiger Gewinner ist, liegt am deutlich umfangreicheren Sortiment. Das Bett lässt sich nicht nur in Größe und Optik individualisieren, sondern bietet auch als einziges Produkt praktische Upgrades wie Bettkasten oder elektrische Verstellung.

3. Lieferung

Ob die Freude über das neue Boxspringbett von Anfang an ungetrübt ist, entscheidet sich bei der Lieferung. Klappt diese reibungslos, erspart dir das viele schlaflose Nächte.

a) Lieferzeit

Stand Februar 2022 betrug die Lieferzeit bei Bruno und Mozart 4 bis 5 Wochen und lag damit in einem üblichen Bereich. Emma hatte während der Testphase eine deutlich längere Lieferzeit von 15 bis 17 Wochen – womöglich corona-bedingt.

b) Lieferkosten

Bei keinem der drei Anbieter musst du mit versteckten Kosten rechnen. Die Lieferung ist unabhängig vom Endpreis des Bettes kostenlos.

c) 2-Mann-Handling?

Das 2-Mann-Handling sichert dir eine reibungslose Zustellung ohne lästige Verzögerungen oder überraschende Schwierigkeiten vor Ort. Mozart und Bruno sichern das 2-Mann-Handling zu. Emma macht dazu leider keine Angaben.

d) Aufbauservice?

Ein professioneller Aufbau-Service erspart dir Zeit und Nerven. Außerdem kannst du sicher sein, dass dein Boxspringbett fachmännisch montiert worden ist. Bei Emma musst du nach der Lieferung selbst Hand anlegen, bei Bruno kannst du den Aufbauservice gegen eine Aufpreis von 50 € zubuchen. Bei Mozart ist der Aufbau des Bettes automatisch ohne Mehrkosten inklusive.

e) Verpackungsmüll-Mitnahme?

Absolut stressfrei wird die Lieferung für dich, wenn du dich im Anschluss auch nicht um die Entsorgung des Verpackungsmülls kümmern musst. Ob Bruno sich um die Verpackungsmüll-Mitnahme kümmert, ist nicht bekannt. Emma bietet sie jedenfalls nicht an. Lediglich bei Mozart wirst du Kartons und Folien sofort kostenlos wieder los.

f) Verlängertes Widerrufsrecht?

Damit du dein neues Boxspringbett zu Hause ausgiebig testen kannst, gehen beim „Probeschlafen“ alle Anbieter deutlich über das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen hinaus. Bei Mozart und Bruno verlängert es sich auf 30 Tage, bei Emma sogar auf 100 Tage.

Fazit: „Lieferung“

Emma schneidet aufgrund der extrem langen Lieferzeit nur dank 100 Tage Probeschlafen noch mit „gut“ (2,3) ab. Bruno und Mozart bewegen sich auf etwa demselben Niveau. Dass Mozart mit 1,4 (sehr gut) Bruno mit 1,6 (gut)  dennoch überholt, liegt an kostenlosen Inklusiv-Leistungen wie der Verpackungsmüllmitnahme und dem Aufbauservice.

Boxspringbetten Vergleich 2022: Testsieger

Mit einer Gesamtnote von 1,3 schneidet im Vergleich der Boxspringbetten Mozart, Emma und Bruno nur das Mozart Boxspringbett mit „Sehr gut“ ab. Es sind vor allem die zahlreichen Individualisierungsoptionen für großen Gestaltungsspielraum und der hohe Schlafkomfort in Verbindung mit hochwertiger Verarbeitungsqualität, die dieses Bett so ausgeschlafen wirken lassen.

Das Bruno Bett mit der Gesamtnote 1,8 (gut) bietet ebenfalls hohen Schlafkomfort. Abstriche müssen allerdings aufgrund der fehlenden Härtegrad-Optionen und der Kaltschaum-Obermatratze gemacht werden. Genauso wie Emma bietet Bruno deutlich weniger Gestaltungsoptionen als Mozart.

Bei der Lieferung liegt Mozart mit seinen kostenlosen Extra-Services zwar etwas vorne, aber auch Bruno schlägt sich gut. Dass Emma mit der Note 2,3 (gut) im Kategorienvergleich an dritter Stelle landet, ist nicht zuletzt der sehr langen Lieferzeit geschuldet. Dafür ist Emma mit einem Preis ab 1.694 € in diesem Vergleich das günstigste Boxspringbett und rutscht dank dieses überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnisses doch noch auf Platz 2. Den 1. Testsieger Mozart erhältst du ab 2.390 €, für den 3. Testsieger Bruno musst du ab 2.525 € etwas mehr bezahlen.